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Tageslosung für Dienstag
den 21.11.17

Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut, wie es recht ist!
Psalm 112,5

Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!
Lukas 6,31

Archiv für April 2012

Osterkonzert 2017

Musikalische Einstimmung auf Ostern

Gospelsound in der Stadtkirche „St. Veit“

Von Carlotta Schmid

In der vollbesetzten Waldenbucher Stadtkirche „St. Veit“ stimmte der ortsansässige Gospelchor „Gospel in St. Veit“ am Gründonnerstag beim ersten seiner insgesamt drei Osterkonzerte musikalisch auf die Osterfeiertage ein. Bereits beim ersten Lied wurden die Zuschauer von der dynamischen Musik mitgenommen.
„Gospel heißt, dass man mutig singt, dass man von Herzen singt. Und die richtigen Töne kommen nach einer Weile“, sagte Chorleiter und Dirigent Tom Dillenhöfer zu Beginn des Abends. Das darauffolgende Konzert zeigte, dass die rund 140 Sänger des 2010 gegründeten Waldenbucher Gospelchors bereits eine ganze Weile musikalisch tätig sind. Begleitet von Klavier, Gitarre und Cajón reichten die dargebotenen Lieder von ruhigen Balladen wie „You are beautiful beyond description“ bis hin zu den souligen Mitmach-Liedern „Soon and very soon“ oder „He’s our hope“. Mehrere Solo-Passagen, unter anderen die rhythmischen Beiträge von Solist Tilmann Heidemann oder die gefühlvollen Beiträge von Solistin Sonja Löwe, bereicherten die größtenteils vierstimmig vom gesamten Chor vorgetragenen Lieder zusätzlich. Zwischen den Liedern stimmten kurze Ansprachen und besinnliche Texte auf Ostern ein. Ansonsten gehörte der Abend der Musik.
Bereits zum achten Mal fand die kleine Konzertreihe im Rahmen der Osterfeiertage statt, in diesem Jahr mit dem elf Lieder umfassenden Programm „By my side“. Die Konzertdaten fallen mit einer Aufführung am Gründonnerstag und zwei Aufführungen am Karfreitag auf untypische Tage für musikalische Veranstaltungen dieser Art. Doch auch an Gründonnerstag und Karfreitag gebe es gute Gründe zu singen. Gospel sei auch dazu da, im Schmerz zu singen und umfasse eine große Bandbreite an Emotionen, so Dillenhöfer. Neben Liedern, die sich thematisch eng an Tod und Auferstehung Christi halten, trugen die Sänger stimmgewaltig bekannte Gospelsongs wie „Bless the Lord oh my soul“ von Tore W. Aas vor. So buntgemischt wie die Songauswahl ist auch der Chor selbst. Die Altersbandbreite der in Waldenbuch und Umgebung wohnhaften Chorsänger umfasse drei, wenn nicht vier Generationen und verschiedene Nationalitäten. Seit Oktober 2016 sind auch einige Flüchtlinge an den Projekten beteiligt. Wobei selbst die Kleinsten unter den Sängern an diesem Gründonnerstagskonzert die Chance auf einen eigenen Auftritt bekamen. Zu fünft stimmten die Kinder mit klaren Stimmen ihre erwachsenen Mitsänger auf das ruhige Lobpreislied „You are holy“ ein. Chorleiter Tom Dillenhöfer animierte das Publikum zum Mitsingen und Mitklatschen: „Wir sehen uns eher als Mitsing-Chor“. Aus diesem Grund fand vor dem gut einstündigen Konzert ein Einsingen mit den Zuschauern statt.
Die musikalische Darbietung schloss unter großem Beifall und mit Standing Ovations mit der erst in diesem Jahr eigens von Chor-Pianist Alexander Pfeiffer komponierten und für das Konzert namensgebenden Ballade „By my side“ und Dillenhöfers Worten: „Danke fürs Schön-finden“.

Mighty Wind, internationales Gospelchortreffen St. Gallen 2017

Mighty Wind  – internationales Gospelchor-Treffen 1. – 11. Juni 2017 in St. Gallen in der Schweiz
Nach Time to Celebrate 2013 in Stuttgart und Joy 2015 in Santiago de Chile freuen wir uns auf das nächste internationale Gospelchor-Treffen im Juni 2017 in St. Gallen in der Schweiz.

Infos gibt es unter http://www.mightywind-2017.org/

Konzerte finden statt am 9./10./11. Juni 2017 in St. Gallen.
Save the date!

Integration auf Musikalisch

20161001-gospelwochenende-in-flehingen-9„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.“
E.T.A. Hoffmann

Das Weihnachtsprojekt von „Gospel in St. Veit“ startete ganz herbstlich mit einem Probenwochenende in Schloss Flehingen vom 1. bis 3. Oktober 2016. Für die Gospler bedeutete das vor allem zwei Dinge: zum einen natürlich, sich nach langen Pausenmonaten endlich wiederzusehen, auszutauschen, upzudaten, und zum anderen intensive Probenphasen mit bis zu fünf Stunden täglich „Alles-aus-der-Stimme-herausholen-was-geht“. Soweit, so gut.

Dieses Mal war dennoch einiges neu und anders. Durch einige Mitglieder im Chor besteht bereits seit einiger Zeit direkter Kontakt in die Unterkünfte der Flüchtlinge, die in Waldenbuch leben. Nach einer spontanen Idee sprachen wir dort eine Einladung zur Teilnahme an den Probentagen aus und waren verblüfft, dass über zehn Leute sich auf das Abenteuer Gospel einließen.

So kam es, dass, kaum in Flehingen angekommen, vor der ersten Probe eine bunte Schar Syrer und Iraker versuchte, sich zunächst einmal der richtigen Singstimme zuzuordnen. Dies nahm erfolgreich sein Ende, nachdem eine junge Frau sich überzeugen hatte lassen, dass es sich mit einer Frauenstimme leichter Alt als Tenor oder Bass singt und sich wieder von den Männern wegsetzte!

Die drei Tage waren für alle Seiten spannend und herausfordernd – herausfordernd vor allem, was die Kommunikation mit Händen und Füßen angeht. Die Herausforderung brachte aber auch die Erkenntnis, dass Kommunikation mehr ist als Sprache. Wenn die Worte fehlen, helfen mehr oder weniger wilde Gesten, Mimik oder auch nur ein paar Fotos, die man sich auf den Smartphones zusammen anschauen kann und anhand derer vieles transportiert werden kann. Wir sahen Bilder von einem glücklichen Leben in Syrien, bevor diese Heimat fluchtartig verlassen werden musste, weil sie nicht mehr sicher war. Und wir verstanden ein Stück von der Qual, unter der ein Flüchtling leidet, solange er Flüchtling ist.

Wir erlebten aber genauso, wie ausgelassen und lebendig man zusammen feiern und tanzen kann, egal, aus welchem Land man nun stammt. Insgesamt haben wir wieder einmal festgestellt, dass Musik eine hervorragende weltumspannende Sprache ist. Tagsüber sangen wir zusammen Gospel, und abends trafen wir uns im Gewölbekeller und tanzten zu arabischem Pop und europäischem House.

Als wir am Ende des Wochenendes nach Hause fuhren, fühlten wir uns bereichert und hatten das Gefühl, unseren neuen Freunden ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. Ob jemand zur nächsten Probe kommen würde – das ließen wir für uns komplett offen.

Sie kamen tatsächlich – was ein Wiedersehen war das! Und sie brachten sogar noch Freunde mit!

Wir befinden uns derzeit also mitten in einem traumhaft internationalen Gospelprojekt. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels sind es noch vier Wochen bis zu den Weihnachtskonzerten – wir freuen uns sehr darauf!

Gospel auf der Südhalbkugel

Ein gar nicht so kleines schweizer-deutsches Grüppchen von über 100 Leuten hat sich Anfang 2015 aufgemacht, um in Chiles Hauptstadt Santiago an einem internationalen Gospel-Treffen teilzunehmen und die Gastfreundschaft der südamerikanischen Freunde zu genießen.

Einige TeilnehmerInnen teilen ihre Reiseerlebnisse:

Gospel-Projekt „Joy“ in Santiago de Chile

Donnerstag, 1. Januar 2015

Abflug 14.30 Uhr in Echterdingen. Eine lachende, schwatzende Gruppe stand fröhlich beieinander, in freudiger Erwartung auf eine große Reise und die Dinge, die damit verbunden waren. Wer hätte das gedacht, nicht einmal 2 Jahre nach unserem Projekt „Time to celebrate“ in Stuttgart, dass wir so schnell zu einem Gegenbesuch bei unseren chilenischen Chorfreunden eingeladen werden. „Joy“ hieß das Motto für dieses neue Projekt.

Freitag, 2. Januar 2015

Als endlich die Sonne aufstieg, glühend rot und die ersten Gipfel der Anden zu sehen waren, geriet die lange Flugreise von über 16 Stunden in Vergessenheit. Ganz gespannt auf Santiago klebten alle, die sich einen Fensterplatz ergattert hatten, mit der Nase an der Scheibe. Das Santiago-Organisations-Team mit Jon, dem chilenischen Chorleiter, begrüßte uns und hießen uns herzlich willkommen. Als wir aus dem Flughafengebäude herauskamen, schlug uns eine warme Wand entgegen, es hatte gut 25 Grad. Mit einigen Kleinbussen fuhren wir zum Sammeltreffpunkt Thomas Morus Schule in der Avenida Petro de Valdivia. Von dort aus starteten wir zu allen Aktivitäten während der Projektwoche. Hier erhielt jeder für das Projekt eine Leinentasche mit einem Stadtplan, Prospekten, Namenschild und einem Joy-Button.

Was befremdlich für viele war, überall Weihnachtsdekorationen und das im Sommer!! Als die Fahrer unsere Gepäckstücke eingeladen hatten, ging es in Richtung Innenstadt. Vorbei an Stadtvierteln, deren Häuserzustände und Außenbereiche auch das Elend dieser Stadt erahnen ließen. Nach wenigen Minuten ein riesiger Wolkenkratzer, der höchste in Südamerika, wie man uns wissen ließ.

Samstag, 3. Januar 2015

– und wir sind am anderen Ende der Welt, das machen wir uns immer wieder bewusst. Der Vormittag und Nachmittag stand uns zur freien Verfügung.

Wir wollten die Zeit nutzen und den Aussichtsberg der Stadt, San Christóbal besichtigen.

Oben angekommen, überwältigt uns eine gigantische Aussicht auf Santiago. Diese Stadt liegt in einer Ebene, die von dem Vorgebirge, den Kordilleren, und den Anden umgeben wird. Sie liegt auf 520 m, die Höhe der Anden beträgt hier ca. 5.000 m. Die Spitzen sind schneebedeckt.

Am Abend kamen wir zum ersten Treffen in „Fondacio“ zusammen. Hierbei handelte es sich um eine humanitäre Einrichtung, die früher einmal als Kelter diente, dann umgebaut wurde, und heute für soziale, christliche Projekte genutzt wird.

Wir trafen uns in dem dahinterliegenden Park, unter den großen Bäumen, wo laut kreischend Papageien saßen und ihren Beitrag leisteten. Wir begrüßten bekannte und neue Gesichter. Man lag sich in den Armen und freute sich, erzählte und hörte zu – eine wunderbare Stimmung. Auch unsere Chorleiter Tom und Jon, unser Pianist Alexander und Andreas Hausammann aus der Schweiz waren anwesend. Eine evangelische Pfarrerin hielt die Ansprache und erbat den Segen für alle, die dieses Projekt begleiteten. Man machte Fotos und vergnügte sich mit einem kleinen wilden Hund, der im Park umher rannte und bettelte. Hunde werden uns in den nächsten Tagen in allen Lebenslagen und Orten begegnen. Sie leben einzeln oder auch in Gruppen und begleiten gerne Touristen, die ihnen ab und zu etwas zukommen lassen.

Am Anfang der Probe wurde unser neues Songbook Joy ausgehändigt. Nach kurzen Eingangsworten durch Jon begannen wir mit der ersten Probe. Die Räume waren gemäß chilenischen Gewohnheiten stark klimatisiert und zusätzlich taten die Ventilatoren an der Decke ihr Übriges. Gut, dass einige einen Schal hervorholen konnten. Nachdem wir einen großen Teil der Songs geprobt hatten, beschloss Jon den Abend mit Worten und diversen Ansagen. Mit den bereitstehenden Kleinbussen fuhren wir in einem wilden Ritt zurück in die Innenstadt, zur Thomas Morus Schule. Man spürte, dass jeder Fahrer jedes Schlagloch kannte, denn jeder hatte seine eigene Art, diese zu umfahren oder sie auszulassen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Unsere chilenischen Freunde haben für uns ein tolles Besichtigungsprogramm ausgearbeitet. Wir wurden in vier Gruppen aufgeteilt, die tagsüber im Wechsel Valparaiso, Isla Negra, Stadt Santiago und das zweitgrößte Weingut der Welt besuchten. Wie an jedem Abend fand die Probe in Fondacio statt. Es ging voran. Und die Klimaanlage wurde an die Gäste angepasst. Unser Maskottchen, das Hündchen, ist auch wieder mit von der Partie.

Montag, 5. Januar 2015

Der Tag stand zur freien Verfügung. Wir fuhren mit der Bahn zu den Markthallen, die im Stil von Eiffel erbaut wurden. Abends wieder Probe, die wie immer nicht pünktlich anfing. In Chile ticken die Uhren einfach anders. Ob wir das Programm wohl schaffen? Es schien so, als stellte sich Tom so manches Mal diese Frage. Jeder der beiden Chorleiter motivierte auf seine eigene Art und Weise den Chor. Und doch kamen wir jeden Tag ein Stück voran.

Dienstag, 6. Januar 2015

Ziel unserer Gruppe war an diesem Tag Isla Negra, um das Haus von Pablo Neruda am Pazifik zu besichtigen.

Unser Reiseleiter erzählte uns viel Wissenswertes über Chile.

Chile grenzt, im Norden angefangen, an Peru, Bolivien und Argentinien. Eine der längsten Grenze der Welt (ca. 4.500 km) trennt Argentinien von Chile. Naturräumlich bilden die Anden diese Grenze. Chile zeichnet sich durch großartigen Weinbau aus. Die Weine werden in alle Länder der Welt exportiert. Der größte Abnehmer ist die USA. Am Abend kamen wir nach einer Weingut- Besichtigung sehr gelöst zur Probe. Es schien, als greife das südamerikanische Lebensgefühl langsam auf uns über. Nach einem erfolgreichen Probenabend mit anschließenden Ansprachen und Fürbitten, sangen wir unser Segenslied „Now go in peace“ wie so manches andere Mal in dieser Woche.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Nach der Chorprobe gab es für eine Gastgruppe noch eine Überraschung. Sie sollte sich mit einigen chilenischen Sängern am nächsten Morgen früher einfinden und in „schwarz“ erscheinen. Der Grund war ein Auftritt im chilenischen Frühstücksfernsehen! MEGA heißt der Sender und ist wohl sehr bekannt. Mit einem Song sollten wir auf unsere beiden Konzerte aufmerksam machen.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Etwas Lampenfieber hatten wir schon, denn man wird ja nicht jeden Tag berühmt. Als wir ankamen, wurden wir in einen stark herunter gekühlten Raum im hinteren Bereich geführt. Dort befanden sich viele Utensilien, unter anderem auch Kleidungsstücke und Perücken, die so manchen dazu verleiteten, einiges auszuprobieren. Es entstanden sehr lustige Aufnahmen. Ludmilla, unsere Profifotografin, hatte jede Menge Motive. Nach gefühlten 1,5 Stunden und ein paar Singproben wurden wir ins Außenstudio gebeten. Ganz viele Kameramänner standen vor uns und Jon wurde von der Moderatorin befragt. Anschließend sangen wir das Lied „Happy“. Ja, und dann war das Ganze auch schon wieder vorbei. Weiter ging mit dem Bus, denn es war noch eine Stadtrundfahrt geplant.

Abends wieder Probe – aber diesmal Hauptprobe. Der Tag war anstrengend und es wurde sehr spät. Wir aber wussten: Wir geben morgen unser Bestes.

Freitag, 9. Januar 2015

Der Vormittag stand zur freien Verfügung. Am Nachmittag fanden wir uns im Centro Cultura in Chimkowe ein, es war sehr heiß.

Unterwegs, an einer Kreuzung, als der Bus anhielt, entdeckten wir einen Riesenbanner, der unseren Chor abbildete und zum Konzert einlud. Das erfreute uns alle. Die Halle wies ca. 2.700 Plätze auf. Ob wir sie füllen?

Zunächst Soundcheck, Einsingen und Stellprobe. Daraufhin erfolgte das Umkleiden und die Maske. Wir waren immer noch gespannt, ob wohl die Halle voll wird. Bis fast zu Beginn des Konzertes sah es eher nicht so aus. Aber dann. Auf einmal strömten die Menschen herbei und eh man sich versah, füllte sich die Halle mit mindestens 2500 Menschen, die von Anfang an begeistert mitmachten und tanzten. Viel Freude hatten auch die Kinder, die in den ersten Reihen fröhlich klatschend mittanzten.

Am Ende unseres Konzertes wurde laut nach Zugabe geklatscht und gerufen. Das verstanden wir auch ohne Spanisch-Kenntnisse. Dieses Konzert war eine grandiose Erfahrung, die unsere Herzen berührte.

Dem Publikum vermittelten wir in einigen Sprachen der Welt gute Wünsche.

Samstag, 10. Januar 2015

Am Nachmittag fuhren wir mit Bussen zu unserem nächsten Veranstaltungsort. Diesmal sollte es ein Open Air Konzert werden, in einem anderen Stadtteil von Santiago, auf dem „Plaza de Maipú“. Es war wieder drückend heiß. Als wir ankamen, sahen wir schon das Gerüst unserer Bühne. Wir wurden in ein Veranstaltungszentrum eingewiesen, dort saßen wir im Kühlen und wurden bewirtet. So ließ sich das lange Warten aushalten. Nach ca. 5 Stunden Wartezeit und einer kurzen Aufstellprobe in schwindelnder Höhe ging es los. Dann standen wir da, angeleuchtet von den Scheinwerfern, überall die Lichter der Stadt und der Ausblick hat uns überwältigt. Die Stühle waren alle belegt und überall verteilt standen Menschen. Ein plötzlich auffrischender Wind kühlte schnell ab und lies so manchen Sänger frösteln. Auch hier erlebten wir die Menschen, die mittanzten, klatschten und am Schluss die Zugaben einforderten. Am Konzertende ging ein Strahlen über die Gesichter der Sänger. Wir standen unterhalb der Bühne und lachten. Über uns auf einer Brücke stand ganz allein Tom und schaute auf seinen Chor, es schien, als sei er zufrieden. Zum Abschluss traf sich ein großer Teil des Chores im Restaurant Amber in der Innenstadt an einer 20 m langen Tafel.

Sonntag, 11. Januar 2015

Zur Abschiedsfeier versammelten sich ein letztes Mal alle Gospelsänger am Vormittag in Fondacio. Unsere Fotografin hatte wie immer viel zu tun. Jeder umarmte jeden aber auch Tränen blieben nicht aus. Viele Menschen waren sich in dieser Zeit nahe gekommen, haben die Chance gehabt, eine andere Kultur kennen und lieben zu lernen. Für das Gefühl, hier aufgenommen zu sein, sind viele dankbar. Jeder Chor singt ein Abschiedslied. Die Nachricht, dass der kleine herrenlose Hund, einen festen Platz in einer der Gastfamilien gefunden hat und den Namen Joy erhielt, freute uns. Die evangelische Pfarrerin und ein katholischer Geistlicher hielten zum Abschluss des Projektes einen feierlichen Gottesdienst. Im Anschluss wurden wir von unseren chilenischen Freunden mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnt. Viele mussten bald zum Flughafen, andere genossen noch das Barbecue.

Eine Woche intensiver Kontakte mit viel Singen und Ausflügen ging zu Ende. Neue Kontakte zu unseren chilenischen und schweizerischen Freunden wurden geschlossen, alte Kontakte aufgefrischt. Der Abschied fiel schwer, wann sieht man sich wieder?

Ein Teil der Deutschen und der Schweizer konnte noch in Chile oder in andere Länder Südamerikas weiterreisen. Chile, die Lebensfreude seiner Menschen, seine unbeschreiblich schönen Landschaften und das gemeinsame Singen, haben einen festen Platz in unseren Erinnerungen und Herzen.

Karin u. Stefan Richter
Brigitte u. Roland Schultz

Bilder von den Probentagen

Das Probenwochenende zum Herbst-Projekt-Start fand vom 3. bis 5. Oktober 2014 in Flehingen statt. Das Wetter war eigentlich zu bombig für lange Singstunden in historischen Hallen, aber wenn man schon mal da ist und auch schon bezahlt hat…:-)! Mehr unter Bilder.

Ostern 2014 bildlich

Endlich da: Die Fotos der Konzerte an Karfreitag 2014 – schaut mal rein unter Bilder.

Sommerprojektstart

Das geplante Sommer-Open-Air am Freitag, 11. Juli lässt nicht allzu lange auf sich warten: Wir proben wieder ab Mittwoch, den 30. April 2014. Mehr unter Termine.

Ans andere Ende der Welt

Im Januar 2015 planen wir ein Wiedersehen mit den chilenischen Gospelfreunden aus Santiago de Chile – nach „Time to Celebrate“ im Juni 2013 sozusagen die nächste Etappe der weltumspannenden Gospelfreundschaft. Die Gospler der drei Chöre Gospel im Osten, Gospel im Centrum und Gospel in St. Veit sind eingeladen, sich zur nächsten Station „CHILE 2015“ aufzumachen.

Alle Infos gibt’s auf der separaten Website www.gospel2015.com.

Flashmob im Breuninger Stuttgart

Gemeinsam mit SängerInnen des Stuttgarter Gospelprojekts „Gospel im Osten“ wurde am 2. Adventssamstag 2011 das Stuttgarter Kaufhaus Breuninger „geflashmobt“.

Und hier noch ein offizielles Video von Breuninger:

Auch Bilder gibt es, diese könnt ihr unter http://www.gospelimosten.de/2011/12/03/fotos-breuninger-flashmop/ finden.