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Tageslosung für Dienstag
den 21.11.17

Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut, wie es recht ist!
Psalm 112,5

Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!
Lukas 6,31

Gedanken

Mit dem Herzen erleben

" Warum schließen wir unsere Augen, wenn wir beten, weinen, küssen, träumen? Weil die schönsten Momente im Leben nicht gesehen werden, sondern mit dem Herzen erlebt." (Denzel Washington, Schauspieler)   Jesus, lass uns sensibel bleiben. Lass uns nicht immer dem vertrauen, was wir sehen, nicht dem, was laut und offensichtlich ist. Es gibt Dinge im Leben, die unsere Augen nicht erfassen und unser Verstand auch nicht. Und trotzdem machen sie so einen wesentlichen Teil unseres Seins aus. Danke dafür.   Tom Dillenhöfer

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Luther über Musik

"Die Erfahrung zeigt, dass nach dem heiligen Wort Gottes nichts so sehr und so hoch zu rühmen ist wie die Musik. Aus dem Grund nämlich, dass sie die Königin aller Bewegungen des menschlichen Herzens ist, mächtig und gewaltig. Nichts auf Erden ist wirksamer, sie macht die Traurigen fröhlich und die Verzagten herzhaft, reizt die Hochmütigen zur Demut, stillt und dämpft die hitzige und übermäßige Liebe, mindert Hass und Neid. Ja, wer könnte alle Bewegungen des menschlichen Herzens aufzählen, die die Leute lenken. Nichts ist wirksamer als die Musik, diese Bewegungen des Gemüts im Zaum zu halten und zu lenken. Die Musik, das Singen ist ein Zeichen der Gabe Gottes und der Theologie am nächsten. Ich wollte auf mein bisschen Musik um keinen Preis verzichten, und die Jugend muss sich dieser Kunst widmen; sie schafft feine, geschickte Menschen. ... aber mein Herz geht über, und meine Liebe zu Ihr (zur Musik) sprudelt so heraus, die mich so oft erquickt und aus großen Nöten befreit hat." Ich hoffe und wünsche, dass das hier wieder ein Ort werden kann, wo sowas oder so ähnlich passiert. Gospel Singen als Befreiung als Trost, aufbauend und beruhigend, ausgleichend und sinnstiftend. Jesus, du Stifter dieser geistlichen Musik. Lass uns Dich in dieser Musik erkennen und erfahren - als Heiland und Lebensspender, als Tröster und Mutmacher. In dieser Welt, die so fragil geworden scheint, In der sich Einzelne als das Maß der Dinge begreifen und entsprechend handeln. Schenke uns Demut und lass uns mutig singen. Amen. Tom Dillenhöfer

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Tonwelten

Die Welt steht still - für diesen einen Moment. Wenn ein Ton, nur ein einziger Ton, es schafft, dich zum Weinen und zum Lächeln zu bringen. Im gleichen Augenblick. Es ist, als öffne sich eine neue Welt für dich, als hätte das alte Leben keine Bedeutung mehr. Und du lauschst den Tönen, die dem ersten folgen, und der Klang der Musik erfüllt dein Herz - nichts kann dich in diesem Moment erschüttern, nichts kann dich verletzen. Für einen Bruchteil deines Lebens bist du eins mit dir, eins mit der Musik. Du kannst dich der Magie nicht entziehen, aber du möchtest das auch nicht. Jede einzelne Note ist wie eine Feder, die deine Seele streichelt. Jeder Ton ist wie die Liebe selbst - zerbrechlich, aber wunderschön.

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Das Leben ist herrlich

Ein Mann klagt einem erfahrenen Rabbi sein Leid: "Mein Leben ist nicht mehr erträglich. Wir wohnen mit sechs Personen in einem Raum. Ich halte die Enge und den Lärm nicht mehr aus. Was soll ich nur machen?" Der Rabbi überlegt und rät ihm dann: "Nimm deinen Ziegenbock noch mit in euer Zimmer!" Der Mann erhebt verwundert Einwände gegen den Vorschlag. Doch der Rabbi beharrt auf seinem Rat: "Tu, was ich dir sage, und komm nach einer Woche wieder!" Nach einer Woche kommt der Mann zum Rabbi. Er ist vollkommen entnervt und am Ende. "Wir können es nicht mehr aushalten. Der Ziegenbock stinkt fürchterlich. Die Tage sind eine einzige Qual, die Nächte schlimm und schlaflos." Der Rabbi sagt nur: "Geh nach Hause und stell den Ziegenbock wieder in den Stall. Dann komm nach einer Woche wieder." Die Woche vergeht. Als der Mann zum Rabbi kommt, lacht er übers ganze Gesicht: "Das Leben ist herrlich, Rabbi. Wir genießen jede Minute. Kein Ziegenbock, kein Gestank. Nur wir sechs im Zimmer. Das Leben ist herrlich!"

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Die Rechnung

Einmal wird uns gewiss die Rechnung präsentiert für den Sonnenschein und das Rauschen der Blätter, die sanften Maiglöckchen und die dunklen Tannen, für den Schnee und den Wind, den Vogelflug und das Gras und die Schmetterlinge, für die Luft, die wir geatmet haben, und den Blick auf die Sterne, und für alle die Tage, die Abende und die Nächte. Einmal wird es Zeit, dass wir aufbrechen und bezahlen. Bitte die Rechnung. Doch wir haben sie ohne den Wirt gemacht: Ich habe euch eingeladen, sagt der und lacht, soweit die Erde reicht: Es war mir ein Vergnügen! Lothar Zenetti  

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Schöpferisch sein

Man fragt sich von Zeit zu Zeit, welche Aufgabe man hier auf der Erde hat, was einen so antreibt. Es ist etwas ungeheurlich großes, aus dem Nichts einen neuen Song zu schaffen. Für einen Architekten ist es jedes Mal etwas Bewegendes, wenn auf der Baustelle ein Raum nach seinen Plänen entsteht. Schöpferisch und kreativ tätig sein zu können, ist etwas Bedeutsames. Kreative Menschen und Dinge faszinieren. Antoine de Saint-Exupéry sagt: Nicht der ist schöpferisch, der erfindet oder beweist, sondern der zum Werden verhilft. Das ist schön. Der ist schöpferisch, der zum Werden verhilft. Und das kann jede und jeder. Vielleicht ist das das Eigentliche. Und wohl auch das Göttliche in uns. Wenn Gott sagt, dass wir ihm ähnlich sind. Wir können zerstören, aber wir können auch zum Leben und Werden verhelfen. Das ist auch das Große am Elternsein. Ich helfe meinen Kindern, lebensfähig zu werden und zu Persönlichkeiten zu reifen, die das Leben bejahen. Aus einem Impuls von Thomas Dillenhöfer.

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