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Lord, did you hear the music?

20. Mai 2026

Kategorien: Allgemein

Gospel unterwegs im Kloster Untermarchtal

Nach vielen Jahren „zuhause“ zog es uns an Himmelfahrt 2026 in die Welt hinaus.

Um wieder etwas Boden unter die Füße zu bekommen: „Welt“ war in diesem Fall das Kloster Untermarchtal auf der Schwäbischen Alb – vier wunderschöne Tage in heiterer Chorgemeinschaft. Es hätte kaum einen besseren Platz für uns geben können: Wir wurden aufgenommen wie Freunde und waren total beeindruckt von der bodenständigen Weltoffenheit der Ordensschwestern.

Womit beschäftigt sich ein Gospelchor während einer Chorfreizeit? Fast richtig: Natürlich gab es jeden Tag eine oder zwei ordentliche Probeneinheiten. Dazwischen aber auch jede Menge unmusikalische Aktivitäten: Spaziergänge, Wanderungen, Yoga, zahnmedizinische Infoblöcke, Kuchen, Eis, Spieleabende (Uno und Eselspiel als einsame Spitzenreiter), Stadtbummel, Quatschen und Kellerbar-Runden.

Einen ganz besonderen Platz in unserem Chorgedächtnis bekamen die Abende, die wir in der unglaublich beeindruckenden Mutterhauskirche St. Vinzenz mitgestalten durften. Am Freitagabend umrahmten wir das Friedensgebet der Schwestern mit einigen Gospels. Das Highlight am Samstagabend war unser eigenes Konzert, dank der Akustik in der Kirche beinahe ganz tontechnikfrei. „Hear the music“ als Titel des Abends war mehrfach passend, weil Hörgeräte ziemlich überflüssig wurden.

Was bleibt: Das Thema Frieden, gleichermaßen wichtig für die Schwestern in Untermarchtal wie auch für uns als Gospelbotschafter. Wie hieß es in Mika Noés am Freitagabend:

Ich hab’s Gefühl, dass du mein Frieden bist,
weil, wenn die Welt mir viel zu riesig ist,
zeigst du mir, wie ich kurz zufrieden bin.
Ich glaub, ich checke jetzt, was Liebe ist.

Text: Katrin Hartmann

Fotos: Gabriel Parsyak